Ich fühl mich einsam.
Weil ich das was jetzt kommt ganz alleine machen muss.
Die Verantwortung dafür liegt nur bei mir - ob ich will oder nicht.
Entweder ich mach es oder ich lass es oder ich mach es gut oder ich mach es schlecht.
Ich kann mir nicht aussuchen, ob ich das wirklich allein machen möchte.
Hierbei gibt es keinen Menschen der mitmacht.
Das macht jeder für sich.
Im Endeffekt ist auch jeder für sich.
Immer.
Das passt mir gar nicht.
Vielleicht mag man sagen ich bin zu wenig selbstbewusst um etwas alleine zu machen.
Aber eigentlich mach ich einfach nur gerne Sachen mit anderen Menschen.
Ich kann mich anpassen und erwarte im Gegenzug das andere Menschen manchmal auch Rücksicht nehmen.
Ich bin bereit auf die Gefühle Anderer Rücksicht zu nehmen wenn diese auch auf meine Gefühle Rücksicht nehmen.
Das klappt manchmal besser und manchmal schlechter.
In der Realität sieht das meistens so aus:
Ich bemühe mich RÜcksicht zu nehmen.
Rücksicht auf die Gefühle von Menschen die mir wichtig sind.
Ich bin bereit jemanden den ich mag zu unterstützen und auch mal meine Meinung zurückzustellen wenn ich weiß dass dieser Mensch gerade nichts mehr braucht als Zuspruch.
In der Regel stell ich meine Meinung nicht zurück weil ich denke Freundschaft muss auch verschiedene Meinungen ertragen können.
Aber manchmal muss man zurückstehen und Meinungen vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt deutlich machen.
Weil man sonst Menschen die man gern hat verletzt und vor den Kopf stößt in Momenten in denen sie erwarten dass du für sie da bist.
In Momenten in denen sie Angst haben und in Momenten in denen jeder Mensch nur Zuspruch möchte und keine Diskussion.
Weil man in genau diesen Momentan zu schwach ist um zu diskutieren und erst einmal selbst nachdenken will um dann zu sehen wie man weiter macht.
Trotzdem erzählt man guten Freunden davon.
Ich versuche wirklich in solche Momenten das Richtige zu tun.
Das Richtige ist immer situationsbedingt und gerade das macht es so schwer.
Oft fühl ich mich ungerecht behandelt weil ich bemerke, dass andere Menschen scheinbar kein bisschen versuchen richtig zu handeln.
Richtig heißt in dem Fall: Einem Freund beistehen wie er es gerade braucht.
Manchmal nur durch Zuspruch um ihm zu helfen neue Kraft zu sammeln,manchmal mit Ratschlägen und manchmal auch mit Kritik um ihn zum Nachdenken zu bringen.
Alles davon kann zu einem Zeitpunkt genau das Falsche sein.
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.
Im Endeffekt nervt mich vieles.
Vor allem wenn Leute egoistisch handeln und Menschen verletzen.
Absichtlich.
Man soll nicht so weich sein.Sich nicht so leicht verletzten lassen.
Aber sobald sie selber verletzt werden is das natürlich etwas vollkommen anderes.
Also das was dich verletzt ist nicht verletzend.
Was mich verletzt aber extrem.
Enger Horizont was?
J.
So seh ich das jedenfalls.
Ist es denn so schwer sich in fremde Menschen hinein zu versetzten?
Nur weil etwas einen selbst nich verletzt,weil die eigenen Prioritäten ganz woanders liegen, muss man doch fähig sein nachzuvollziehen dass es andere Menschen verletzten könnte.
Spätestens wenn sie es einem sagen.
Ich vermiss das bei vielen Menschen.
Auch bei vielen die ich sehr gern hab und gerade von denen würde ich mir wünschen das sie mich akzeptieren wie ich bin.Eingeschlossen meine Gefühle und das was mich verletzt so wie ich täglich versuche nachzuvollziehen wie sie sich fühlen und was sie verletzten könnte.
es kann doch nicht sein dass immer nur einer sich bemüht und der rest der welt sagt: nein danke damit musst du klar kommen.
In so Momenten denke ich dann doch an Ego-Gesellschaft und Individualisierung.
Manchmal denke ich da auch an Werteverfall und die komische Frau mit dem pinken Lippenstift ( sie heißt Noelle Neumann) die in den 60er Jahren von Werteverfall sprach.
Ja daran denke ich dann.
Und morgen denke ich ich hätte mich auch zusammenreißen können.
So wie es uns anerzogen wurde:
Zeig keine Gefühle.
Beherrsch dich.
Schluck es runter wenn dich jemand verletzt denn es führt nur zu Streit.
Das Leben ist einfacher so.
Aber scheinbar hab ich "Leben" nicht oft genug geübt um genauso wie andere die " whatever" Attitüde auszubilden und zu internalisieren.
Leider.
Mittwoch, 18. März 2009
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