Dienstag, 23. Dezember 2008

Weihnachten

Morgen ist Weihnachten.
Vermutlich mein letztes Weihnachten zuhause.
Ich freu mich eigentlich.
Danach beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt.
Ich werde Torschlusspanik kriegen,werde zwanghaft versuchen bis Mitte 30 eine Familie gegründet zu haben und dann selbst Weihnachten feiern.
In dieser Zeit werde ich hoffentlich auch mein Studium beendet haben,endlich wissen was man damit so machen kann und irgendnen dahergelaufenen Kerl an mich gebunden haben.
So wärs wohl optimal und gewünscht: Aber das Leben läuft nie so wie man es plant.
Also wünsche ich mir Viel Spaß bei vielen schlechten und guten Erfahrungen 2009 bis unendlich.
Danke für die Aufmerksamkeit.

Freitag, 12. Dezember 2008

Kaum ist die erste Baustelle weg,kommt die nächste und gleichzeitig wird vorher gebautes auf besagter erster Baustelle wieder bröcklig und marode.
Ironie des Schicksals?
Fies.

Ich hätte gern die Nr.139 bitte....

Ich bin krank.
Eigentlich keine besonders interessante Information.
Aber Voraussetzung für folgendes.
Ich habe mich kärnkelnd für Filme schauen anstatt langweilen entschieden.
Nachdem ich mir Tragik der Geisha reingezogen hatte wollte ich was amüsantes.
Und da eben Weihnachten ist dachte ich mir ich schaue was annähernd weihnachtliches,aber ohne den Weichnachtsmann oder jegliche Fanatsiezusätze.Ja ich wollte das nackte Leben sehen-bloß eben in kitschig und mit Happy End.
Nein meine Hormone spielen nciht verrückt ich bin auch nicht schwanger ich bin bloß ein Mädchen :)
Also habe ich "Während du schliefst"geschaut.Den fand ich als Kind immer toll und ich hatte ihn so lieb und nett in Erinnerung.
Und tada da war es wieder diese wohltuende Gefühl was einen für 90min glauben lässt- die perfekte Familie gibt es.
Mein Fazit ist dass ich gerne die Familie aus dem Film hätte.Es ist eine große udn herliche Familie die bestimmt manchmal nervig ist aber im großen und ganzen genau eine Sache perfekt umschreibt: Geborgenheit.
Eine knuffige Oma mit nem schwerhörigen Opa, die Eltern, der Nachbar der der beste Freund des Opas ist und weise über alles urteilt,die kleine Schwester und die zwei Brüder.Der eine verschroben und etas arrogant der andere bodenständig und herzlich.
Wunderbar.
Kitsch hcoh 1000.
Aber wer wünscht sich sowas nicht?
Weichnachten mit allen unterm Baum,dazu die neue Verlobte des Sohnes und Essen dass sich die Tische biegen.
So eine Familie würde ich mir bestellen könnte man sie sich bestellen wie eine Pizza.
Familie Nr.139 bitte. Aber vllt lieber ohne Ehekrise und Herzinfarkt, dafür bitte die große Liebe und nen Hund dazu.Wann kann ich sie abholen?

Dienstag, 2. Dezember 2008

England

Bald machen wir alle Abitur.
Alle die ich kenne seitdem wir so kleine Hoppelhasen waren und in der Schule genauso oder zumindest annähernd so rumgeflitzt sind wie die jetzigen Fünftklässler.
Da konnte man sich gar nicht vorstellen, dass das irgendwann vorbei sein soll.
Seit 8 Jahren ist mein Tagesablauf ganz klar geregelt:
Ich steh um 7 auf (meistens)
habe Schule
komme nachhause
koch mir was
wenn ich lernen muss lern ich
wenn nich (manchmal auch wenn doch)dann chill ich
abends sind dann diverse Abendplanungen
oder auch nicht
Ab Juni oder vielleicht auch schon März wird alles anders.
Langsam sollte man mehr als ansatzweise eine Ahnung haben was man nach dem Abi machen will.
Ich weiß was ich NICHT machen will.
Ich will nichts naturwissenschaftliches, nichts trockenes, nichts was mich mit Dingen konfrontiert die ich die letzten 8 oder auch schon 13 Jahre ertragen musste
kein chemie
kein physik
kein mathe (zumindest KEIN FUNTIONEN)
nicht unbedingt Bio

Als Ausgeburt einer Naturwissenschaftler Familie ist das alles sehr ungewöhnlich.
Kind du wirst nur Sekretärin wenn du was geisteswissenschaftliches studierst
kind das hat doch keine Zukunft
Kind du landest noch in der Gosse
kind kind kind
Mittlerweile haben allerdings auch die Letzten verstanden das ihre Tochter,ihre Enkelin oder ihre Nichte leider absolut kein Talent in diesen Bereichen des Lebens hat.
Nachdem ich von null Ahnung und kein Interesse über Fotgrafie zum Journalismus gekommen bin,
frage ich mich ob ich dann nich vielleicht doch ein Auslandsjahr einlegen sollte.
Mein englisch ist nicht schlecht aber ich würde es auch gerne besser sprechen können.
Von daher festigt sich in den letzten Wochen meine Vorstellung von ein paar Monaten in England.
Einfach mal das Lernen hinter mir lassen und arbeiten.
Gleichzeitig andere Kultur un Sprache lernen
und danach weitersehen.
Ich könnte Connections ausnutzen und versuchen für ne gewissen Zeit hinter nem Tresen in nem Club zu stehen,
aber das wär vermutlich nur von kurzer Dauer un dann müsste ich wieder auf das Wintersemester zum Studieren warten,
außerdem will ich eigentlich nicht weg von hier,
obowhl mich eigentlich auch nicht mehr viel hier hält.
Im prinzip ist es die Gewohnheit die mich hierhält.
Ich bin ein Mensch der vorsichtig in sachen Veränderungen ans Werk geht und nichts überstürzen will.
Langsam sollte ich mich aber entscheiden.
Erst war mein Plan zu schauen ob ich nen Studienplatz bekomme und wenn nicht spontan wegzugehen aber organisations technisch gesehen wäre das sehr ungünstig.
Aber je länger ich darüber nachdenke desto mehr ziehts mich in ein fremdes Land zu fremden Leuten und neuen Erfahrungen.
Allerdings ist da der böse kleine Teufel in meinem Kopf der mir zu flüstert, dass ich davon vielleicht auch eine viel zu romantische Vorstellung habe...

Sonntag, 30. November 2008

Grenzwert Berechnungen

Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschieben sich.
War gestern alles noch nach Schema F geordnet denkt man sich heute wie man nur so eingeschränkt in seinen Gedanken gefangen sein konnte um das naheliegende zu übersehen.
Tag täglich beschwert man sich darüber, dass sich alle verändern und auch alles anders wird.
Man denkt man hat zumindest einen Menschen mit dem man durch dick und dünn geht.
Plötzlich bemerkt man dass dieser Mensch der absolut Falsche dafür ist.
Man hat sich sein Weltbild, seine persönliche Wirklichkeit eben so aufgebaut.Das ist nich mathematisch korrekt,das bestimmen Gefühle und Wertungen die man nicht rational erklären kann.
Ich glaube du bist für mich da. Ich glaube du nicht.
Meistens stimmt die Einstellung,sie ist belegbar durch bestimmte Ereignisse in der Vergangenheit und somit für uns wahr.
Aber ab und an sollte man sein Weltbild nochmal neu ordnen. Sozusagen einen Neustart in Beziehungsgefügen und das ganze formatieren.
Auf sowas kommen wir natürlich nicht von allein. Wir sind Menschen wir brechen nicht einfach aus gewohneten und teils geliebten oder auch verhassten Strukturen aus.
Jemand muss dich enttäuschen,jemand muss dich überraschen und selbst dann ordnest du deine Wirklichkeit nicht neu.
Man wartet auf viele Ereignisse. Irgendwann hat man unterbewusst genug Ereignisse gesammelt und auf einmal wird einem wenn man G´lück oder auch Pech ( wie mans nimmt) hat einiges klar.
Man betrügt sich sehr leicht selbst.
Nur man selbst kann lernen, was hilft es wenn man von vielen Leuten über lange Zeitspannen genau das gesagt bekommt was man eben später selbst realisiert. Nichts. Weil man immer denkt: jaja aber ihr wisst ja gar nicht wie das ist...Ihr seit ja nicht in der Situation...

Aber irgendwann verschieben sich die Grenzen dann doch.
Dann werden einem Menschen wichtig von denen man früher nie gedacht hätte dass sie einen so wichtigen Platz einnehmen können.
Und gleichzeitig zwingt man sich andere- die man früher nie verlieren wollte- in den Hintergrund zu stellen
Man zwingt sich dazu.
Menschen die man irgendwann einmal nicht verlieren wollte vergisst man auch nicht so schnell. Solche Menschen können viel Mist machen und man mag sie trotzdem, irgendwann ist es zu viel und man ändert etwas in den Umgangsformen aber man mag sie auf eine Art trotzdem. Man weiß eben nur, dass sie einem nicht gut tun und hat irgendwann die Kraft sich von ihnen zu lösen.
Sowas ist nicht leicht und ich bin mir auch nicht sicher ob das wirklich und vollkommen durchführbar ist.
Es gibt eben keine Grenzwert Berechnungen die uns die Entscheidung abnehmen können.

Donnerstag, 27. November 2008

The Libertines

Heute ist so einer der Tage an denen man lernen sollte- es aber nicht tut.
Chemie ist schwer un ich lern seit Montag und ich denke die paar Stunden haben heute dann auch gereicht- mehr Peilung und Erleuchtung ist einfach nich drin.
Also hab ich alte Musik durchstöbert und bin bei der 2ten CD von den Libertines hängen geblieben.
Das war meine erste von ihnen.
Ich hab sie am Nikolaus vor 4 Jahren bekommen.
Gesehen hat ich sie vorher mehr oder weniger bewusst bei DasDingtv und irgendwie is mir das Cover im Gedächtnis geblieben und somit hab ich sie dann durch mehr oder weniger zufällige Umstände am Nikolaus in den Händen halten dürfen.
Erstes Hören gleich nach dem Aufstehen,vor der Schule, beim fertig machen.
Die Begeisterung war sehr gering.
Ich muss zugeben ich war echt enttäuscht.
Aber ich hab sie dann immer öfter gehört und irgendwann war die Genialität für mich nicht mehr übersehbar. Ich hab mich regelrecht in diese CD verliebt.
Inclusive der DVD die damals dabei war.
Ich weiß nicht wie oft ich das Album gehört und die DVD angeschaut habe.
Aber jedes mal wars wieder faszinierend und schön.Und immer wenn ich die Lieder höre muss ich mich an ein ganz betstimmtes unbeschreibliches gefühl erinnern welches ich damals hatte.
Es war etwas besonderes und es ist es immer geblieben.
Ganz anders als bei anderen CDs oder anderen Bands, auch wenn ich zeitweise dann lieber was anderes höre, die Libertines verlieren diesen Bonus nie.

Dienstag, 25. November 2008

Littlest Things

Die kleinsten Dinge bringen dich zum nachdenken.
Wenn du SO ein Mensch bist.
Manchmal ist es unvernünftig SO ein Mensch zu sein und vor allem:lästig.
Aber manchmal denke ich ( ja ich denke mal wieder...), dass es mich doch zu einem Menschen macht, zu denken.Ohne das Denken wär ich nicht ich. Ich würde anders-unbedacht- handeln und die Menschen vermutlich noch mehr verletzen als ich es sowieso schon tue.

Da kann doch keiner sagen ich soll damit aufhören.

Ich mach alle, inclusive mir und vor allem mich selbst wahnsinnig.
Ein knapper Satz,ein kurzer Blick, ein "Hallo",ein vergessenes "Tschüß", ein respektloses Geplänkel oder einfach nur Wortlosigkeit im unpassenden Moment- all das bringt mich zum Nachdenken.
Man kann aber auch durch positive Sachen zum Nachdenken gebracht werden.
Der Kerl der dir Hallo sagt obwohl ihr euch gar nicht kennt,ein Lächeln,ein verständnisvoller Blick, eine Handbewegung die mir sagt: stell dich vor mich, ein Satz, ein Schritt in deine Richtung und das andauernd im Umkreis sein.
Nur dummerweise bemerkt man sein Glück meist erst wenn es einem schlechter geht als vorher- denn Unglück und Glück stehen in Relation und keines kann ohne das Andere existieren.
Wir sollten nicht erwarten jeden Tag glücklich zu sein und vor allem sollten wir von keinem Menschen erwarten, dass er uns permanent glücklich macht.
Ein Lied kann in einem Moment unheimlich glücklich machen ,im Nächsten unglaublich traurig.
Ein Lied kann einen umschließen und für kurze Zeit von allem wegtragen.
Musik ist in dem Sinne etwas Großes,weil sie Gefühle wecken kann.
Literaturkann das auch,doch Musik ist etwas Unbeschreibliches.Ein Buch kann dich ebenfalls umschließen, doch Musik fühlt man.(Ich überzeuge mich immer mehr, dass Literatur das auch kann)
Wie dem auch sei,Gedankenfetzen können einen zum ausrasten bringen. Ich zermarter mir mein hirn,hab angst gerade als ob ich auf einem Hochhausdach stehen müsste -mit Höhenangst.
Und das ist echt ne Folter- nur eine selbst verursachte.
Im Nachhinein ist die Angst(meistens) sinnlos. Was bringt sie uns also?

Ich bin ein Mensch der rational denken kann.
Aber meistens reagier ich emotional,aus dem Bauch raus.
Ich bereu das sehr oft.
Es macht das Leben nicht unbedingt leichter.
Aber das macht mich zu dem was ich bin.
Ich bin nun mal nicht die die sich jede Woche jemand neues aufreißt,die auf oberflächliche Freundschaften steht oder die der vieles einfach egal ist.

Aber manchmal sollte ich einfach meine Klappe halten.

Und nun kann doch jemand sagen ich soll mit dem Denken aufhören.
Das bist Du und das bin ich selbst.