Bald machen wir alle Abitur.
Alle die ich kenne seitdem wir so kleine Hoppelhasen waren und in der Schule genauso oder zumindest annähernd so rumgeflitzt sind wie die jetzigen Fünftklässler.
Da konnte man sich gar nicht vorstellen, dass das irgendwann vorbei sein soll.
Seit 8 Jahren ist mein Tagesablauf ganz klar geregelt:
Ich steh um 7 auf (meistens)
habe Schule
komme nachhause
koch mir was
wenn ich lernen muss lern ich
wenn nich (manchmal auch wenn doch)dann chill ich
abends sind dann diverse Abendplanungen
oder auch nicht
Ab Juni oder vielleicht auch schon März wird alles anders.
Langsam sollte man mehr als ansatzweise eine Ahnung haben was man nach dem Abi machen will.
Ich weiß was ich NICHT machen will.
Ich will nichts naturwissenschaftliches, nichts trockenes, nichts was mich mit Dingen konfrontiert die ich die letzten 8 oder auch schon 13 Jahre ertragen musste
kein chemie
kein physik
kein mathe (zumindest KEIN FUNTIONEN)
nicht unbedingt Bio
Als Ausgeburt einer Naturwissenschaftler Familie ist das alles sehr ungewöhnlich.
Kind du wirst nur Sekretärin wenn du was geisteswissenschaftliches studierst
kind das hat doch keine Zukunft
Kind du landest noch in der Gosse
kind kind kind
Mittlerweile haben allerdings auch die Letzten verstanden das ihre Tochter,ihre Enkelin oder ihre Nichte leider absolut kein Talent in diesen Bereichen des Lebens hat.
Nachdem ich von null Ahnung und kein Interesse über Fotgrafie zum Journalismus gekommen bin,
frage ich mich ob ich dann nich vielleicht doch ein Auslandsjahr einlegen sollte.
Mein englisch ist nicht schlecht aber ich würde es auch gerne besser sprechen können.
Von daher festigt sich in den letzten Wochen meine Vorstellung von ein paar Monaten in England.
Einfach mal das Lernen hinter mir lassen und arbeiten.
Gleichzeitig andere Kultur un Sprache lernen
und danach weitersehen.
Ich könnte Connections ausnutzen und versuchen für ne gewissen Zeit hinter nem Tresen in nem Club zu stehen,
aber das wär vermutlich nur von kurzer Dauer un dann müsste ich wieder auf das Wintersemester zum Studieren warten,
außerdem will ich eigentlich nicht weg von hier,
obowhl mich eigentlich auch nicht mehr viel hier hält.
Im prinzip ist es die Gewohnheit die mich hierhält.
Ich bin ein Mensch der vorsichtig in sachen Veränderungen ans Werk geht und nichts überstürzen will.
Langsam sollte ich mich aber entscheiden.
Erst war mein Plan zu schauen ob ich nen Studienplatz bekomme und wenn nicht spontan wegzugehen aber organisations technisch gesehen wäre das sehr ungünstig.
Aber je länger ich darüber nachdenke desto mehr ziehts mich in ein fremdes Land zu fremden Leuten und neuen Erfahrungen.
Allerdings ist da der böse kleine Teufel in meinem Kopf der mir zu flüstert, dass ich davon vielleicht auch eine viel zu romantische Vorstellung habe...
Dienstag, 2. Dezember 2008
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